Moldavien Reise 2018

1.Tag(Montag):

Heute ist es soweit. Meine erste Fahrt nach Moldawien.

Wir fuhren um 15Uhr nach Holzminden. Dort gab es bei Elvira etwas zu Essen und ich lernte Klaus kennen. Danach mussten/durften wir uns ausruhen bzw. schlafen bis 2:00 Uhr.

Mitten in der Nacht wurden wir von Jakob abgeholt und um 3:00 Uhr ging es los zum Flughafen in Frankfurt.

Ankunft in Frankfurt um 6:00 Uhr.

Von dort aus wurden wir zum Airport gebracht. Check-in erfolgte später. Wir hatten Sorge wegen der Schokolade (für das Frauengefängnis) und packten mehrmals um, weil jeder Koffer Übergewicht hatte.

Erleichtert, dass alles geklappt hat, warteten wir auf unseren Flieger.

Danach wurden wir mit dem Bus zum Flugzeug gebracht.

Flug nach Chișinău (Kischinjow = auf Russisch) (Kischineu = auf Moldawisch) dauerte ca. 2,25 Stunden.

Nach dem verlassen des Flughafens warteten wir auf den anderen Teil der Gruppe.

Danach fuhren wir mit einem Kleinbus mit 13 Leuten auf einen Basar/Markt. Dort kauften wir Äpfel fürs Frauengefängnis und 2 Kisten Erdbeeren.

Danach ging es weiter nach Красноармейское.

Unterwegs nahmen wir eine Tochter der Gastgeberin Sweta ab. Nun waren 14 Menschen im Bus + Busfahrer.

Kurze Zeit später wurden wir von der Polizei angehalten weil in Moldawien dürfen Busfahrer oder Autofahrer nicht wie ein Taxi einfach Leute mit nehmen. Nachdem der Polizist kontrolliert hatte, dass wir keine Moldawen sind, sondern Ausländer, durften wir weiter.

Bei der Gastfamilie Gomenük angekommen gab es erstmal was zu Essen.

Nach dem Essen gingen wir rüber zum Sohn des Gastgebers um dort die Pakete für den nächsten Tag zu packen. Das war sehr schön. Alle haben zusammengearbeitet und es gab zu jedem Anlass Kompott. (Birnen und Pfirsich Kompott).

Danach zeigte uns der Gastgeber deren Bewässerungsanlage und erzählte, dass es schon 2 Monate nicht geregnet hatte.

Nachdem wir wieder zurück waren, gingen die „Deutschländer“(wir) in den örtlichen „Laden“ und kauften uns ein Erfrischungsgetränk :P. Dafür bekamen wir sogar den extra Raum aufgeschlossen, der von außen sehr unscheinbar aussah und mit einer Metalltür verriegelt war.

Auf dem Rückweg gingen wir an vielen heruntergekommenen Häusern und Höfen vorbei. Man konnte die Armut sehen.

Nachdem wir zurück waren gab es wieder etwas zu Essen.

Danach ging es ins Bett.

 

2 Tag.(Dienstag)[Andacht: Sprüche 14,1]

Heute Morgen aufstehen Frühstücken und los. Vorher noch einige Eindrücke von der Umgebung gesammelt, die Hunde der Gastfamilie gestreichelt und natürlich die Tüten in den Bus eingepackt.

Vormittags hatten wir 14 Familien bzw. arme Menschen besucht.

Die erste Familie und zugleich auch der derste Eindruck. Die Familie hatte 4 Kinder wir trugen die Tüten vor die Haustür und redeten mit den Eltern. Nach und nach kamen die Kinder dazu. Diese Frau bekam am Ende der Woche eine Unterstützung damit sie sich eine Ziege kaufen konnte. Und erfreulicherweise stellten wir fest, dass wir diese Frau am Sonntag in der Kirche sehen würden.

Der abgedeckte Brunnen brachte Erinnerungen hoch und so erzählte man mir, dass es immer wieder vorkommt, dass Kinder oder ältere Menschen in den Brunnen fallen und umkommen.

Die Nächste Haltestation. Die Frau hatte 3 Kinder. 2 davon waren in der Schule und der dritte war zu Hause. Dieser war Behindert. Man wird sehen, dass viele Menschen in dieser Gegend geistlich oder körperlich behinderte Kinder haben. Schlimm zu sehen, dass die Menschen doppelt leiden müssen. Keine Arbeit, kein Einkommen, Armut und dann auch noch Krankheiten…

Auf dem Weg zu den unterschiedlichen Bedürftigen Menschen (die wir auf einer Liste stehen hatten) begegneten wir einer Oma und ihrer Enkelin. Die Enkelin hatte einen Husten und wir konnten ihr nicht anders helfen als ihr Hustenbonbons zu geben. Die Oma wollte unbedingt, dass wir zu ihr kommen und sehen wie sie lebt. Sie stand aber nicht auf der Liste. Nutzt nichts. Wir gingen hin.

Weitere Familien in dieser Straße wurden versorgt. Diese Frau hatte 4 Kinder. Der Junge auf den Fotos hatte sich am Handgelenk verletzt.

Parallel dazu hatte der andere Teil der Gruppe mitbekommen, dass ein Kind/Junge sich ein Bein gebrochen hatte. Klaus schlug vor für den Jungen zu beten. Daraufhin holte die Mutter den Jungen aus dem Haus obwohl unsere Gruppe sagte, sie solle ihn liegen lassen. Der Junge hatte große Schmerzen. Nach dem Gebet einigte man sich einen Krankenwagen zu rufen. Wir würden den auch bezahlen. Es stellte sich aber heraus, dass erst ein Auto kam um zu überprüfen ob der Junge ins Kraunkenhaus musste und darüberhinaus kam heraus, dass keine Kosten entstehen würden.

Weitere Familien wurden besucht. Diese Frau lebte bei ihrer Mutter mit ihrem behinderten Kind. Wie man sieht wurden von uns Traktate verteilt und den Menschen wurde versucht der Weg zum Heil bzw. das Evangelium zu sagen.

Zwischendurch gab es immer wieder kleine süße Tiere die man knuddeln musste :)

Es gab die unterschiedlichsten Begegnungen aber was auffiel. Alle glauben irgendwie an Gott. Aber sobald man sie auf Jesus anspricht kommen sie ins Nachdenken und verneinen meistens die Frage.

Weiter ging es zu einer Frau die sehr abweisend war. Sie versperrte erst einmal die Tür und wollte garnicht mit uns reden.

Die nächste Familie war gar keine Familie. Es war nur ein minderjähriges Mädchen ohne Eltern und hatte zusätzlich Ihr Bein verletzt. Ihre Nachbarin kümmerte sich um sie. Zum Glück.

Bei der nächsten Station gab es eine blinde Oma die eine Sehnsucht danach hatte den Gottesdienst wieder einmal besuchen zu dürfen. Wir wollten sie am Sonntag abholen. Auch hier sah man den unterschied zwischen gläubigen und ungläubigen Menschen. Die Art und Ausstrahlung war ganz anders…sie sind nicht hoffnungslos. Und auch hier beteten wir mit der alten Oma.

Fast alle Familien haben einen oder mehrere Hunde und noch andere Tiere. (Hühner, Enten, Katzen…die wohlhabenden haben dann auch schon eine Kuh oder ein Pferd.) Die Hunde sind fast alle angekettet und man kümmert sich kaum um sie. Deswegen sind die meisten auch aggressiv und bellen 24/7 durch. Da kam mir die Idee evtl. Wurst für die armen Tiere zu kaufen.

Jetzt ging es erstmal nach Hause um Mittag zu essen. Dabei gönnten wir uns einen Schluck Wasser aus dem Brunnen.

Es ging weiter.

Eine Frau, die letztes Jahr auch schon besucht wurde, wurde dieses Jahr auch besucht. Letztes Jahr hatte sie ein faulendes Bein. Dieses Mal konnte man es nicht wirklich sehen aber das Haus stank von innen sehr. Sie weinte die ganze Zeit und konnte auch kaum aufstehen oder gehen. Sie freute sich, dass jemand sie besucht denn sie bat Gott, dass jemand sie besucht.

Zwischendurch musste man einfach die Landschaft bewundern.

Es folge eine „Familie“ mit einem Mann dessen Frau im Brunnen ertrunken war. Er hatte seine Enkelin bei sich.

Ein anderer Mann war dabei der uns versprach am Sonntag zur Kirche zu kommen. Er hatte einen behinderten Sohn und nahm das Wort auch gut an.

In vielen Häusern stinkt es richtig stark. Es ist alles so heruntergekommen. Teilweise leben die Menschen auf Erde als Hausboden. Viele haben mehrere Kinder und die armen leben in ärmster Armut. Wie gesagt sind viele Kinder aber auch Erwachsene geistlich behindert und haben kaum Angehörige die ihnen helfen.

Es folge eine Familie die kein russisch sondern nur Moldawisch sprechen konnte. Dementsprechend konnten wir auch nicht so gut kommunizieren.

Danach besuchten wir eine Familie die das Wort unterschiedlich annahm. Die Oma war gläubig und las die Bibel. Der Sohn wollte eigentlich nichts wissen und die Tochter war eher ruhig.

Man merkte, dass wir uns in einer Moldawischen Gegend befanden. Es war schwierig sich mit den Menschen zu verständigen obwohl wir Dolmetscher hatten.
Auch die folgende Oma war Moldawin.

Eine Familie war sehr schlimm. Der Vater ist schlimm Alkoholiker. Man konnte ihn kaum verstehen als er gesprochen hat. Nachdem wir für ihn gebetet hatten, hat er dauernd um Vergebung gebeten. Wir haben dann ihm gesprochen und ihm gesagt, dass nur Jesus helfen kann.
Seine Frau, die Mutter des Mädchens hat sich derweil im Haus versteckt.
Die Frauen haben dabei parallel dazu mit seiner Tochter gebetet. Beim Gebet kam dann die Mutter dazu.
Die Eltern und das Mädchen hatten vor einiger Zeit alle zusammen in einem Zimmer geschlafen. Jetzt hat sie wenigstens ein eigenes Zimmer. Die kleine geht zur Schule und hat sich schon versucht die Pulsadern aufzuschneiden. Arme Menschen.

Gut wenn man den Menschen sagen kann, dass Jesus helfen kann. Und auch gut für einen selber, dass man Jesus hat. Anders kannst du nicht zu den Menschen durchdringen.

Bei der nächsten Familie wurde unser Wolfgang von einem Hund ins Bein gebissen.

Weiter zu einer Frau die letztes Jahr ihren Mann verloren hatte. Der war auch Alkoholiker und hatte Tuberkulose. Sie hat 3 Kinder und sagte sie versucht Sonntag zu kommen.

Einige waren sehr unnahbar und ich kann es auch verstehen. Erstens kommen viele fremde Menschen auf einmal und zum anderen weiß man nicht wie die Armen Bedürftigen sind und was sie erlebt haben. Deswegen war es gut, dass wir Frauen dabei hatten die dann z.B. mit den Frauen geredet haben.

Weiter zu einer gläubigen „Familie“

Auf dem Berg hatten wir ein großes Holzkreuz entdeckt. Dieses würden wir bald aus der Nähe betrachten :)

Noch 2 Familien für diesen Tag.
Die erste davon hatte anscheinend mit Läusen zu kämpfen, was auch ein bekanntes Problem in diesem Land ist.

In der anderen Familie war die Frau gläubig und hatte eine Tochter.

 

Tag 3.(Mittwoch)[Andacht: Offenbarung 21,6]

Morgens gegessen und Los.

Wolfgang wurde gestern von einem Hund gebissen und ist heute zum Arzt gefahren worden. Klaus hatte Schmerzen im Auge und wurde auch zum Arzt gebracht.

Von morgens an hatte ich nicht so den Zugang zu den Menschen. Es waren nur Frauen dabei. Unsere Schwestern hatten den besseren Zugang zu den Frauen.

Es waren wieder viele geistlich behinderte dabei.

Eine Familie mit enigen Kindern. Den kleinen Jungen würden wir beim Kinderhaus wieder sehen, da wo Kinder 3x in der Woche etwas zu essen bekommen.

Ein Haus wo zwei Männer und eine Frau drin wohnen. Alle hatten hohes Alter und alles Geschwister und die Brüder beide geistlich behindert. Es war bekannt, dass dort im Haus die Brüder mit ihrer Schwester geschlafen haben bzw. Sex mit ihr hatten. Das Haus sah von innen schlimm aus. Teilweise hatten die Menschen Erde als Hausboden.

Aber ein Glück kümmert sich die Nachbarin um die 3 Menschen

Wir kamen in ein Haus wo einige Kinder zu sehen waren. Weiter innen lag ein Säugling auf einem Bett. Das Bett sah schlimm aus und man kann sich vorstellen was da in der Bettwäsche rumfleucht. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass das Baby der Minderjährigen Tochter gehört. Ihre Mutter ist Prostituierte und schickt auch ihre Tochter schon los. Am meisten tat uns das Baby leid weil es in so eine Welt/Familie reingeboren wurde und wehrlos und hilflos auf dem Dreckigen Bett den ganzen Tag rum liegen muss.

Beim Rausgehen entdeckten wir den „Kleiderschrank“ der Familie. Wenn man genau hinsieht, erkennt man wem der Kleiderschrank gehört :D

Einige Leute waren auch nicht zu Hause, was man an dem Besen vor der Tür erkannt hat. Mir war das neu. Die anderen kannten das aus Russland :D

Die Frau zu der wir nun kamen hatte Probleme mit der Hüfte und konnte nicht lange stehen. Wir luden sie zum Gottesdienst ein und wollten ihr auch neue Schuhe vorbei bringen weil sie keine vernünftigen zum gehen hatte.

Bei der nächsten Familien ist das halbe Haus abgebrannt und sie versuchen es wieder aufzubauen. Diese Familie hatte auch einige Waisenkinder aufgenommen.

Weiter zur nächsten Familie wo sich die Frau um ihre beiden geistig behinderten Brüder kümmert.

In der nächsten Familie trafen wir eine Frau vor die das Wort auch annahm und als wir mit ihr beteten, betete auch ihr Sohn mit.

Zwischendurch ein Gruppenbild =)

An die nächste Frau kann ich mich garnicht mehr erinnern obwohl ich auf einem der Fotos mit drauf bin. Ich versuche aber mal raus zu finden wer das war.

Als nächstes besuchten wir Sergejs Schwester. (Sergej unser Gastgeber, der Mann von Sweta)

Immer unterwegs.

Kurz vor Schluss der Rundfahrt kamen wir in ein Haus wo eine 88 jährige Frau auf einem Bett lag. Die anderen waren drin und Jakob und ich haben solange mit der Nachbarin gesprochen. Sie hatte erzählt, dass die Oma nachts manchmal schreit und alles was man ihr gibt zerreißt sie. Mir kam das so vor als ob sie von einem bösen Geist besessen ist.
Als wir zurück zum Bus gingen lag uns auf dem Herzen nochmal zur alten Frau zurück zu gehen und über ihr ein Gebet zu sprechen, dass die Dämonen sie verlassen, wenn dort welche sind.

Im nächsten Haus wurde eine bettlägrige Oma von einer CHristin gepflegt. Ihr Mann las die Bibel.

Mittag. Nach dem Mittagessen kurzes Schläfchen und danach weiter.

Teilweise kann man sich schon gar nicht mehr an alles erinnern. Jetzt kann ich den Vers in der Bibel nachvollziehen (Johannes 20,30).

Auf jeden Fall war nachmittags für mich erstmal nicht so viel zu tun, weil ein Pastor hier aus der Gegend (der Bruder von Sweta unserer Gastgeberin) mitfuhr. Zum anderen hatte ich zwischendurch immer wieder Nasenbluten und musste beim Bus bleiben.

Zuerst waren wir bei einer Familie mit 2 jungen Männern die eine Predigt bekommen haben ;)

Eine Frau war gläubig und hatte gestern nur noch ein halbes Brot und zwei Hände voll Reis zum Essen. Sie weinte den Abend vorher sehr und flehte Gott an ihr zu helfen. Heute kamen wir und sie musste weinen, dass Gott ihre Gebete erhört hatte.

Wir fuhren zu einer Familie wo wir schon waren. Hinter denen wohnte noch eine andere Familie auf dem Berg. Mit denen unterhielten wir uns auch.

Folgende Frau war eine Christin. Es ist schön zu sehen, dass man immer wieder auf Christen stößt und man merkt den Unterschied zu Nicht-Christen.

Die nächste Familie. Der Mann war betrunken. Die Frau hatte ein Baby.

Diese Oma war sehr verbittert. Ihr ging es eine Zeit lang gut und nun nicht mehr. SIe hat auch nicht mit gebetet.

Da war ich leider nicht mit dabei.

Am Ende gab es eine Familie wo die Mutter sehr herrisch über ihre Tochter war/ist. Sie behandelt ihre Tochter wie eine Sklavin. Die die letztes Jahr da waren und diese beiden schon einmal besucht hatten, haben erzählt, dass die Mutter mal Lehrerin war und einigen Schülern schlechte Noten gegeben hatte. Die Schüler wollten sich irgendwie an der Lehrerin rächen und haben ihre Tochter vergewaltigt. Dir tat mir sehr leid und hatte auch einen gezeichneten Gesichtsausdruck.

Zu Hause. Abendessen.

Es war aber ein anstrengender Tag, weil wir noch 400 Tüten fürs Frauengefängnis fertig machen mussten. Wir waren erst um ca. 22 Uhr fertig. Einige aus unserer Gruppe besuchte aber parallel noch Nachbarn unserer Gastfamilie und verteilten noch die restlichen Tüten für heute.

 

Tag4.(Donnerstag)[Andacht: Römer 8,9]

Heute hatten wir eine längere Andachtszeit.

Es geht gleich in einen Kindergarten, Tüten verteilen und danach ins Frauengefängnis. Es gibt glaube ich kein Mittagessen.

Kindergarten war echt gut. Ich liebe kleine Kinder. Die sind echt süß und witzig. Aber der Kindergarten hat mich an damals erinnert. Ich habe Kindergärten gehasst.

Danach kamen wir kurz nach Hause und haben einen Snack gegessen und danach ging es los ins Gefängnis.

Am Gefängnis angekommen lernten wir erstmal 3 Brüder (Philip, Wasili, Valeri) kennen die quasi den “Gottesdienst“ geführt haben. Beim Reingehen wurden wir alle untersucht und durchgelassen. Von innen sah das Gefängnis aus wie ein kleines gemütliches Dörfchen. Die Insassen arbeiteten an mehreren „Baustellen“. Streichen, Fugen, Gartenarbeit etc.

Es ging zu einem größeren Platz wo man uns Tische und Stühle hinstellte. Die Moldawischen Brüder fingen an zu Predigen. In der Zwischenzeit verteilten Klaus, Gerald, Wolfgang, Sina, Lena, Elvira und Rita Traktate und Bonbons. Nach dem Gebet der Brüder sagten dann Schwiegermama und ich einige Worte. Viele waren sichtlich bewegt. Es war eine Freude ein Werkzeug Gottes zu sein.

Danach ging es weiter zum Tüten verteilen. Bevor ich aber dahin kam, lernten wir eine Schwester kennen. Sie sagte sie würde gerne eine deutsche Bibel haben und wenn sie raus kommt will sie evangelisieren. Sie kannte mehrere Sprachen. Ich flitzte zu unserem Transporter um Klaus zu fragen ob er seine Bibel opfern würde. Unterwegs hielten mich einige Frauen an und baten mich mit ihnen zu beten, weil sie selber nicht beten konnten, obwohl sie sich schon bekehrt hatten. Ich betete mit ihnen und erfreulicherweise lenkte Jesus meine Zunge, sodass mir alle Worte leicht über die Lippen kamen. Die Frauen waren sichtlich glücklich über das Gebet.

Weiter zum Transporter. Klaus gefragt. Er gab der Frau seine Bibel.

Mission erfüllt!

Nun wurden die Tüten verteilt. Erstmal wurde eine Einweisung gemacht wie das ablaufen soll. Es kamen immer einige Frauen ran und holten sich Traktate und Tüten ab.

Nach einiger Zeit taute auch das Wachpersonal auf und lächelte sogar. Es wurden vom Wachpersonal sogar auch Fotos gemacht. Zum Schluss bekam ein Wachmann auch ein Traktat.

Nach dem Verteilen der Tüten kamen die Mütter mit ihren Kindern.  Wir hatten auch für sie Sachen mit. Kuscheltiere, Spielzeuge und Babykleidung die unsere Schwestern in CLP und unter anderem meine Frau, genäht hatten.

Danach gingen wir zu den Kranken Frauen im Gefängnis – es gab 10 von ihnen – und verteilten auch dort Geschenke.

Danach zurück. Kurz vor dem Raus gehen/fahren, bekamen auch die Frauen etwas, die an der Arbeit im Vorhof waren.

Auf dem Rückweg waren wir alle überglücklich, dass wir so ein Werk für Gott tun durften.

Alle hatten etwas Einzigartiges erfahren und erlebt. Gebete, Gespräche usw.

Als wir zu Hause waren gab es noch eine Massage für Elvira, Gerald und mich von der Dorfmasseurin. Eine Massage kostete umgerechnet ca. 1,25€.

Zwischendurch gibts einmal einfach mal Bilder von der Landschaft.

Abends gingen alle zum Gottesdienst außer Klaus und mir. Wir gingen in den „Dorfladen“ um ein „Erfrischungsgetränk“ zu trinken. Die Frau kannte uns schon. Wir haben etwas miteinander geredet und ich musste ihr auch gleich von Jesus erzählen. Am Ende kaufte ich noch eine Doktorskaja Kalbasa* bei ihr und musste Sie überreden mehr Geld anzunehmen, weil sie kein Kleingeld zum Wechseln hatte. (Für sie war das viel Geld und für mich nur Cents). (*Fleischwurst(für die Hunde im Dorf die uns immer anbellen.))(Die anderen mussten uns für verrückt halten, die gute Wurst für die Hunde zu verschwenden)

Als wir wieder zu Hause waren gings ans Essen. Und jeden Abend gehen irgendwie Gläser kaputt. Diesmal haben Schwiegermutter und ich heißes Wasser abbekommen.

Danach fragte Sergej uns ob wir mit dem Auto auf den Berg fahren wollen, weil wir das mal angesprochen hatten. Wir fuhren dann um 22:20 Uhr los. Nach 15min. waren wir da. Bei dem großen hölzernen Kreuz, das wir schon vor paar Tagen gesehen hatten. Die Jungs und wir kletterten drauf und die Mädels machten Fotos. Danach fuhren wir noch zu dem Denkmal vom 2. Weltkrieg. Da wo der Panzer steht. Von da aus ging es nach Hause.

 

Tag 5.:(Freitag)[Andacht: Sprüche 21,21]

Heute morgen ging es wieder los zu armen Familien um Tüten zu verteilen. Ich glaube 13 Stück haben wir geschafft.

Es gab da eine Frau die hatte einen kleinen behinderten Sohn und hatte so einen Hass auf die Ärzte, weil die wohl schuld waren, dass ihr Kind so geworden war. (Kind war zu lange im Bauch). Die Frau wünschte den Ärzten auch solche Kinder. Wir beteten mit ihr und im Gebet sagte sie, dass sie den Ärzten verzeiht. Sie hat viel geweint und sich sehr aufgeregt.

Dann wieder kurzer Zwischenstopp bei uns um kleine Tüten für die erwachsenen geistlich Behinderten Menschen.

Dort beim Heim angekommen haben wir uns erstmal das Heim angeguckt solange die geistlich Behinderten Menschen Mittag gegessen haben. Sie lernten dort nähen und andere handwerkliche Sachen. Nach dem Verteilen der Geschenke fuhren wir zurück.

Mittag.

Gleich wollen wir noch zum Kinderhaus.

Wir waren da. Die Kinder taten mir echt leid. Da war auch die Oma mit dem Mädchen welches wir gleich am ersten Tag getroffen hatten. Die Oma sagte, dass die Hustenbonbons dem Mädchen geholfen haben und, dass sie kein Husten mehr hat. Ich gab ihr aber noch Tigerbalsam mit falls der Husten nochmal kommt.

Die 70 Tüten wurden verteilt und zum Ende hin, wo es sehr knapp mit den Tüten wurde, sagte Jakob schon zu Gerald: „Gerald, wir müssen beten, dass Jesus die Tüten vermehrt“.

Es reichte…Mission erfüllt! :)

Danach kamen wir noch heim und die restlichen Tüten zu holen. 10 Tüten mussten wir noch verteilen.

Man merkte schon. Die Puste war raus. Jeder war schon müde.

Wir fuhren nach Hause und besuchten zum Schluss auch noch den 7jährigen Jungen der sich den Fuß gebrochen hatte.

Auf dem Weg dorthin nahmen wir noch ein Mädchen mit, welches Geburtstag hatte und eine Christin war. Sie wurde reich beschenkt.

Abends kamen wir erschöpft nach Hause und aßen zu Abend.

 

Tag 6.:(Samstag) [Andacht: Jesaja 2,12 / Lukas 3,8]

Heute morgen ging es los in das Nachbardorf. Dort haben wir einige kleine Tüten verteilt.

Jetzt machen wir Mittag.

Nach dem Mittag haben wir ein bisschen Kleidung sortiert. Danach ging es los zum Kinderheim. Im Kinderheim musste sogar der Direktor den Kindern das Evangelium übersetzen. Die konnten nur Rumänisch. Danach wurden die Tüten mit Süßigkeiten verteilt. Danach ging es nach Hause.

Zu Hause wurden wieder Sachen gepackt um die bedürftigsten zu versorgen. Leider bin ich da nicht mitgekommen. Aber zum Glück hat Gerald Fotos und Videos gemacht.

 

Tag 7.: (Sonntag) [Andacht: Jeremia 51,50]

Guten Morgen.

Heute war Gottesdienst in der Pfingstler-Kirche bzw. Pfingstgemeinde. Die Gemeinde hatte 23. Jubiläum und zusätzlich war dieser Sonntag hier in Moldawien der Pfingstsonntag. Es wurde viel gepredigt. Die Texte waren unter anderem (Jesaja 53,11 / Psalm 37,5-6 / Apostelgeschichte 2,1-12 und Apostelgeschichte 9,31-33). Der Gottesdienst dauerte 3 Stunden. Es fiel auf, dass viel über Gott und vor allem den Heiligen Geist gesagt wurde und fast nichts von Jesus. Es hing auch kein Kreuz in der Kirche.

Nach dem Gottesdienst haben 2 ältere Frauen ihr Leben Jesus übergeben. Eine davon war die Oma Maria mit dem Mädchen welches Husten hatte. Die andere war eine Frau die nicht kommen konnte, weil sie keine Schuhe hatte, die dann aber doch gekommen ist obwohl sie keine Schuhe bekommen hatte (da war irgendwie etwas schief gelaufen. Der Busfahrer sollte der Frau Valja die Schuhe vorbei bringen, hat sie aber mit einer anderen Valja verwechselt und ihr die Schuhe gebracht)

Es waren viele bekannte Gesichter zu sehen die man eingeladen hatte.

Nach dem Mittagessen eine kleine Pause und um 17 Uhr ging es weiter zum nächsten Gottesdienst.

Diesmal in eine baptistische Kirche. Diese Kirche war zu Fuß innerhalb von 10min. zu erreichen. Die Kirche war sehr schön und ordentlich. Nicht mit der Umgebung zu vergleichen. Der Gottesdienst dauerte 1,5 Stunden und war ganz gut. Es war ein gewohnter Gottesdienst mit getrennter Sitzordnung aber auch hier hing kein Kreuz in der Kirche.

Parallel dazu waren die Männer auf den Berg rauf gegangen.

Zu Hause gab es Abendessen und dann ins Bett.

 

Tag 8.: (Montag) [heute gab es keine Andacht weil wir zeitig los mussten]

Früh morgens sind Gerald und ich noch einmal auf den Berg gegangen. Der Ausblick war sehr schön.

Nach dem Frühstück fuhren wir nach Sarato-mereseni in die Pfingst-Kirche (dort ist der Bruder von Sweta Gomenük der Pastor. Er ist Pastor mehrerer Gemeinden) und nahmen wieder große Tüten mit. Die Reste.

Im Gottesdienst durfte ich uns vorstellen und ein Wort sagen.

Auch in dieser Kirche hing kein Kreuz. Im Gottesdienst haben die anderen ein bekanntes Gesicht gesehen. Grischa, ihrem Bekannten vom letzten Jahr. Der der ganz verwahrlost in seinem Haus vegetiert hat.

Nach dem Gottesdienst fuhren wir zum Pastor und gaben die restlichen Tüten ab. Grischa fuhr mit. Dann gab es beim Pastor zu Hause etwas zu Essen und wir fuhren weiter in den Wald zum Grillen.

Dort angekommen haben wir uns unterhalten, gegrillt und gegessen. Es waren einige Bekannte da. Valeri Pogor und seine Frau. (Er war schon im Frauengefängnis mit uns und morgens beim Gottesdienst war er auch dabei. Im Anschluss fuhren wir nach Hause.

 

Tag 9.: (Dienstag) [Andacht: 4. Mose 9,18]

Boar….dieser Hahn. Die Hühner sind direkt vor meinem Fenster und das ist offen. Und der versucht immer zu krähen. Mann ist das schlimm. Kurz vor 5.

Aber Juhuu, letzter Tag. Wir fahren gleich nach Hause.

Gefrühstückt. Andacht gemacht. Und los.

Am Flughafen angekommen habe ich gemerkt, dass ich meine Brille vergessen habe -_- oh Mann…

Flug ist wieder einmal ganz gut. Essen bekommen, trinken bekommen und ein anderes Flugzeug gesehen, welches knapp unter uns quer vorbei geflogen ist.

Woran ich nächstes Mal unbedingt denken muss ist, Gesellschaftsspiele mitzunehmen!!!!