Prophetien über Jerusalem

Prophetien über Jerusalem:

1. Prophetie über das goldene Tor:

Das alte Jerusalem1 im 1 Jahrhundert hatte 12 Tore. Die Altstadt des heutigen Jerusalem hat 8 Tore (wie auf dem Bild zu sehen). Das Neue-Tor(1), das Damaskus-Tor(2), das Herodes-Tor(3), das Löwentor (auch St. Stephans Tor genannt)(4) ,das Goldene-Tor(5), das Dung-Tor(6), das Zions-Tor(7) und das Jaffa-Tor(8).

jerusalem_map_german
1 Jerusalem war damals zur Zeit der zwei geteilten Reiche (Juda und Israel), die Hauptstadt Judas. Heute ist sie die Hauptstadt Israels.

Sowohl zur Biblischen Zeit als auch heute führt das goldene Tor direkt in den Hofraum des Tempels von Salomo. Es war und ist das wichtigste Tor der Stadt. Deswegen ist es auch nicht ungewöhnlich, dass dieses Tor auch ein Gegenstand der Biblischen Prophezeiung ist. (Siehe Abb. 1)

In der Bibel steht in Hesekiel 44,1-2: „Und er führte mich wieder zu dem äußeren Tor des Heiligtums im Osten; es war aber zugeschlossen. Und der HERR sprach zu mir: Dies Tor soll zugeschlossen bleiben und nicht aufgetan werden, und niemand soll dort hineingehen. Denn der HERR, der Gott Israels, ist dort eingezogen; darum soll es zugeschlossen bleiben.“ (Lutherbibel 2009)

Diese Prophezeiung wurde um ca. 597 v. Chr. verfasst und erfüllte sich um ca. 30 n. Chr. als Jesus Christus der König Israels durch dieses Tor einzog.

Die Erfüllung dieser Prophetie steht auch in der Bibel in Markus 11,9-11: „Und die vorangingen und die nachfolgten, schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn!Gelobt sei das Reich unseres Vaters David, das da kommt! Hosianna in der Höhe! Und Jesus ging hinein nach Jerusalem in den Tempel und er besah ringsum alles, und spät am Abend ging er hinaus nach Bethanien mit den Zwölfen.“

Da Jesus in Markus Kapitel 11 Vers 1 vom Ölberg her kam, welcher östlich von Jerusalem liegt, ist es sehr wahrscheinlich, dass er durch das goldene Tor zog. Auch die Menschen erkannten, dass es sich um den Messias handeln musste, da sich mit seinem Einzug eine weitere Prophetie erfüllte (siehe Prophetien über Jesus). Das Verhalten der Menschen weist auch darauf hin, dass sie von diesem Einzug wussten.

So erfüllte sich der erste Teil der Prophezeiung. Doch der zweite Teil schien sehr unwahrscheinlich und unglaublich zu sein denn das Tor sollte danach ja für immer verschlossen bleiben.

Eine kleine Zeitliche Abfolge der Ereignisse soll deutlich machen, wie es zur Erfüllung der zweiten Vorhersage kam.

– Nach der Zerstörung Jerusalems und des Tempels Salomos (ca .586 v. Chr.) durch Nebukadnezar II schien die Erfüllung der Prophezeiung unmöglich, da der Tempel zerstört wurde und Jerusalem nicht mehr von den Juden beherrscht wurde. Doch ein zweiter Tempel wurde wieder aufgebaut.
Nach der Zerstörung des zweiten Tempels in Jerusalem (ca. 70 n. Chr.) durch Titus wurde Jerusalem von den Römern und Byzantinern eingenommen, wodurch es eine lange Friedensperiode gab. Darüberhinaus wurden auch die Stadtmauern Jerusalems zerstört.
– Danach wurde Jerusalem (im Jahr 614-629) von den Sassaniden erobert.
– Danach (im Jahr 637) von den Arabern.
– Ab dem Jahr 639-680 kam Jerusalem unter die Herrschaft der Umayyaden. In dieser Zeit, genauer gesagt im Jahr 692, wurde der Felsendom fertiggestellt (siehe Abb. 2). Dieser Ort war für die Muslime von besonderer Bedeutung.
– Im Jahr 750 wurde Jerusalem nun von den Abbasiden erobert.
– Im Jahr 979 von den Fatimiden.
– Im Jahr 1071 von den Seldschuken.
– Am 15 Juli 1099 wurde die Stadt von den Kreuzrittern erobert.
– Im Jahr 1187 wurde die Stadt von dem Sultan Saladin dem Sultan der Ayyubiden erobert.
– Nach kurzer Zeit wurde die Stadt im Jahr 1229 wieder von den Kreuzfahrern eingenommen.
– Dies hielt aber nur bis zu Jahr 1244 als ägyptische Söldner die Stadt einnahmen.
– 1260 fiel die Herrschaft der Stadt an die Mamluken.
– Im Jahr 1516 eroberte die Osmanische Armee die Stadt.

Der Felsendom heute

In all der Zeit wurden die Mauern immer wieder zerstört und teilweise repariert aber ohne wirklich die Ursprünglichen Mauern von Jerusalem wieder aufzubauen. Somit blieben auch die Tore gewissermaßen immer geschlossen.

Nach dem Jahr 1535 ließ Sultan Süleyman I die Befestigungen der Stadt wieder aufbauen. Durch diese Mauern erhielt die heutige Altstadt ihre Struktur. Da der Felsendom, der noch erhalten geblieben war, nah am ehemaligen goldenen Tor war, war es logisch dieses Tor wieder aufzubauen. Als dieser Sultan das goldene Tor wieder aufbauen ließ, geschah etwas erstaunliches. Er ließ es sofort nach dem Wiederaufbau wieder schließen und mit Steinblöcken zumauern. Alle anderen 7 Tore der Stadt blieben offen bis auf dieses.
Dies ereignete sich nachdem der Sultan gehört hatte, dass der Messias vom Ölberg her kommend, durch dieses Tor ziehen wird. Anscheinend kannte er diese Prophetie. Süleyman I wollte verhindern, dass der Messias kommt und in Jerusalem einzieht. Er dachte sich wenn man das Tor zu mauert, wird der Messias auch nicht kommen. Ganz einfach.
Somit hat dieser Sultan – indem er eine Prophetie falsch verstanden hat – diese damit erfüllt.

Und damit erfüllt sich auch der zweite Teil der Prophetie. Das goldene Tor ist bis heute verschlossen und versiegelt.

Die Wahrscheinlichkeit für diese Prophetie beträgt hier (wenn man es sehr einfach betrachtet und den Prozentwert für die Wahrscheinlichkeit der Erfüllung der Prophetie sehr hoch ansetzt = 50%) 1/32 bzw. 0,0315 bzw 3,15%.

– Ein Tor einer Stadt spielt eine Rolle (W.=0,5)
– Das besagte Tor liegt östlich der Stadt (W.=0,25) (Es könnte ja auch ein westliches, südliches oder nördliches Tor sein)
– Der Gott Israels sollte durch dieses Tor einziehen (W.=0,5)
– Das Tor sollte danach (keine genaue Zeitangabe) für immer geschlossen bleiben (W.=0,5) (zumindest erfüllt sich dieser Teil der Prophetie bis heute, da das Tor immer noch geschlossen ist)

Rechnung: 0,5*0,25*0,5*0,5=0,0315

Schreibe einen Kommentar